Der Firmengründer Fritz Hugger sen.

 

 

 

2. November 1985

 

Spedition Hugger in Rottweil feiert 5o jähriges Jubiläum - Die Glocken des Münsters kamen auf Hugger-Fahrzeugen in die Stadt

 

Im Jahre 1935 gründete Fritz Hugger sen. Sein Transportunternehmen in Rottweil. Das Büro war in der Suppengasse, die Garage in der Schlachthausstraße. Es wurde hauptsächlich Milch, Getreide und Baustoffe im Nahbereich transportiert. Bereits nach einigen Jahren fuhren Hugger-Lastzüge schon ins Rhein-Ruhr-Gebiet, teilweise noch mit zwei Anhängern. Solch ein Transport dauerte dann mehrere Tage. Lina Hugger fuhr damals schon mit dem LKW, besonders in  den Jahren nach 1940, als es galt, trotz fehlender Fahrer wichtige Linienverbindungen aufrecht zu erhalten.
Der Wiederbeginn 1945 zuerst mit Traktor und Anhänger, dann mit holzgasbetriebenen Lastwagen, später mit Benzin- und Dieselmotoren, war unter den gegebenen politischen Grenzen sehr hart. Aus der Personenbeförderung auf der Lkw-Pritsche mit Bänken, entwickelte sich 1948 ein kleiner Omnibusbetrieb. Der Omnibus „Reichstadt Rottweil“ war der erste seiner Art in Rottweil. Später wurde der Omnibusverkehr ausgegliedert und verkauft.
Als sich das Wirtschaftsleben nach 1948 wieder normalisiert und der Wiederaufbau begann, wurden wieder Fernverkehrsleistungen notwendig. Regelmäßig wurde Schnittholz aus dem Schwarzwald ins Ruhrgebiet und nach Hamburg befördert. Aber auch Industriegüter mussten alsbald befördert werden. Besonders erwähnenswert sind hierbei, die Glocken für das Rottweiler Münster, sowie die neue Gaskesselanlage, beides erste wichtige Investitionen innerhalb Rottweil, nach der Währungsreform.
Der Betriebshof mit Werkstatt in der Oberndorfer Straße wurde zu klein, so dass ein Umzug in die ehemalige Omnibusgarage auf der Breite (heutiger Stadionhallenvorplatz) nötig wurde. 1954 bezog man das Grundstück in der Schramberger Straße 93, heute noch Sitz des Unternehmens, inzwischen auf
10000 m² Fläche erweitert. Von 1955 bis 1973 wurde neben einer Betriebstankstelle auch eine öffentliche Tankstelle betrieben. Ab 1958 wurde die Lagerhaltung für Transportkunden konsequent ausgebaut. Insgesamt wurden vier Lagerhallen erstellt.
1973 übertrug Fritz Hugger sen. die Führung an Fritz Hugger jun. ab. 1979 trat dann auch Peter Hugger in das Unternehmen ein. Das flexible, einsatzfreudige Familienunternehmen Fritz Hugger Spedition versteht sich als Dienstleistungsunternehmen, das alle Waren sorgfältig, pünktlich, schnell und preiswert an die entsprechende Empfangsorte, auch im Ausland, befördert. Mit 20 Beschäftigten und zehn modernsten Lkws wird besonders ein täglicher Linienverkehr vom Schwarzwald ins Ruhrgebiet, sowie in die Großräume Mannheim, Frankfurt und Saarland betrieben.
Ein wesentlicher Grundstein für den guten Ruf der Spedition Hugger ist das qualifizierte und verantwortungsbewusste Fahrpersonal. Die 15 „Kapitäne der Landstraße“, wie die Lenker der großen Lkws genannt werden, legen mit ihren Fahrzeugen monatlich weit mehr als 100000 Kilometer zurück. Es ist ein besonders verantwortungsvoller Beruf, zu jeder Jahreszeit, oftmals bei schlechter Witterung und schlechten Straßenverhältnissen, die großen Lastzüge sicher und termingerecht an die Bestimmungsorte zu bringen. Die Besonderheiten der Ladegüter, wie empfindliche elektrische Geräte, teure Werkzeugmaschinen, überlange und überbreite Ladungen und Gefahrgüter, erfordern zusätzliche Aufmerksamkeit und sicheres Fahren. Das qualifizierte Fahrpersonal meisterte bisher alle Probleme zur vollständigen Zufriedenheit aller Kunden.
Besonders erwähnenswert ist hier der langjährige Fernfahrer Oswald Hirt. Seit mehr als 35 Jahren steuert er Lastzüge der Spedition Hugger, tagtäglich über Deutschlands und Europas Straßen. In diesen 35 Jahren hat er dabei viele Millionen Kilometer zurückgelegt. Er könnte mit seiner Erfahrung sicher die Geschichte des Transportwesens in der Nachkriegszeit schreiben.
Fritz Hugger sen. und seine Söhne Fritz und Peter haben sich stets in den Dienst der Gewerbeorganisationen, sowie der Industrie- und Handelskammer gestellt. Fritz Hugger sen. war viele Jahre Vorstandsmitglied der Straßenverkehrs-Genossenschaft Württemberg-Hohenzollern, hatte Funktionen beim Bundesverband des Güterfernverkehrs und war über  25 Jahre Sachkundeprüfer bei der IHK. Fritz Hugger jun. ist Vorstandsmitglied des Württembergischen Verkehrs-Verbandes, Mitglied der Vollversammlung der IHK, Mitglied des Verkehrsausschusse, sowie Mitglied des Prüfungsausschusses der Speditionskaufleute. Peter Hugger ist Sachkundeprüfer bei der IHK.


Fernfahrer Oswald Hirt im Jahre 1985 

 

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